Gewebe einer endlosen Gegenwart

Berlin

10/2016

Über das Projekt: Gewebe einer endlosen Gegenwart

Der intuitive Zugang zu Malerei, Zeichnungen und Collage ist mir besonders wichtig. Er erlaubt mir Realität und Emotionen zu erforschen. Wenn ich etwas beim Zeichnen, Malen oder Collage machen erfinde, entsteht es auch in meiner Realität. Meine Inspiration erwächst aus der Erkundung der Natur und kreativen Assoziationen.  Ich verarbeite Erinnerungen und setze innere Welten miteinander in Beziehung.

In jedem Strich oder Teil versuche ich die Gegenwart zu berühren und einzufangen. Die Gegenwart ist ätherisch, ungenau und luftig. In meinen Zeichnungen, Malereien oder Collage ist sie endlos. Jede Linie, Farbe oder Form die ich zeichne ist ein Treffpunkt meiner inneren Realität und was außer mir wirkt. Die Linien oder Formen entstehen wie Fäden, die sich langsam zusammen nähen. Durch verschiedene Qualitäten und Intensitäten von Strichen und Texturen entsteht ein Form. Die gesamte Bild ist  ein Gewebe von gefangenen gegenwärtigen Gedanken.

Dieses Gedicht hat das Projekt inspiriert:

Gegenwart

Johann W. Goethe
       
Alles kündet dich an!
Erscheinet die herrliche Sonne,
Folgst du, so hoff ich es, bald.

Trittst du im Garten hervor,
So bist du die Rose der Rosen,
Lilie der Lilien zugleich.

Wenn du im Tanze dich regst,
So regen sich alle Gestirne
Mit dir und um dich umher.

Nacht! und so wär es denn Nacht!
Nun überscheinst du des Mondes
Lieblichen, ladenden Glanz.

Ladend und lieblich bist du,
Und Blumen, Mond und Gestirne
Huldigen, Sonne, nur dir.

Sonne! so sei du auch mir
Die Schöpferin herrlicher Tage;
Leben und Ewigkeit ists.

  1. Nacht
    Nacht
  2. Ossi Wessi
    Ossi Wessi
  3. Tanze
    Tanze
  4. Da wo es nicht
    Da wo es nicht
  5. Sie
    Sie
  6. Gewebe
    Gewebe
  7. Strength
    Strength